In eigener Sache. Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass die Künstlerinitiative “Komm in die Gänge” vom Hamburger Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft wurde. (http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/kuenstler-angeblich-linksextrem/).
Vor allem, da viele andere Künstler, die seit Jahre hart dafür kämpfen, als linksextrem eingestuft zu werden (ICH), nicht ein einziges Mal namentlich in dem Bericht erwähnt werden. Dabei sind Sätze wie “Oktober ist ein Scheißmonat” oder “Ahoi” (Oh doch, das ist ein Schlachtruf: AHOI! -> = Randale -> = Autos anzünden -> = RAF gründen -> = usw) doch dermaßen subversiv, dass die Ausstellungen im Kunstkiosk wie handzahme Häschen daherkommen. Kurz: Ich, und viele andere Musiker auch, fühlen sich hier UNGERECHT BEHANDELT. Vielleicht muss ich wirlich zum letzten Mittel greifen und das Wort FARBBEUTEL in einen Song einbauen, damit das endlich mal als Anschlag auf die bürgerliche Ordnung und die Verfassung gewertet wird.
Ich fände es auch viel besser, kein öffentliches Amt mehr anstreben zu können und als Gewalttäter stigmatisiert zu werden weil ich einen Strich mit einem Pinsel getan habe, ABER ICH KANN NICHT MALEN. Also, es muss doch möglich sein, auch mit einem SONG in den Verfassungsschutzbericht zu kommen. Bitte, lieber Verfassungsschutz, hört doch noch mal alle meine Platten durch. Da muss doch irgendwas extremistisches sein. Irgendwas. Wenn das so weitergeht werde ich nämlich der LETZTE sein, der es nicht ist, und alle meine Freunde SCHON, und dann gehöre ich nicht mehr DAZU. Lasst es nicht soweit kommen.
Schönen Gruß
Wolfgang