November-Brief

Square

Freunde der Nacht,

das Jahr neigt sich dem Ende, und ich schreibe wieder mal einen kleinen Neuigkeiten Brief. Das Jahr war unglaublich dicht gepackt, mit einem neuem Album und vielen Konzerten und Festivals. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht unterwegs zu sein und für euch zu spielen 🙂 Es war aber auch ein gewaltiger Kraftakt, da ich als mein eigenes Label alle Arbeit und auch alle finanziellen Mittel alleine stemmen muss. Ihr kennt das Lied…

2018 war das erste Jahr, wo der allgemeine Rückgang der CD Verkäufe und die weitere Verbreitung von Streaming dazu geführt hat, dass ich ein Album nicht mehr in der Gewinnzone verbuchen konnte, obgleich die Hörerschaft gegenüber den Vorgängeralben gleich geblieben ist. Was das jetzt genau für mich bedeutet kann ich noch nicht sagen, nur dass es nicht so weiter gehen kann wie bisher.

Bezüglich Streaming hatte ich vor ein paar Wochen einmal zwei Artikel veröffentlicht, wo ich das ganze Dilemma einmal aufgetüddelt habe. Wer es noch nicht gelesen haben sollte und möchte, hier:

Resonate meets Spotify – Ein Plädoyer für eine Symbiose für ein faires Streaming-Modell

Antworten auf die Kritik zu meinem Streaming-Vorschlag

Ich bin damit ja nicht alleine, sondern sehr viele Künstler die ich in meiner Größenordnung kenne stehen vor dem gleichen Problem. Wie gesagt, ich habe jetzt noch keine Schlussfolgerung gezogen. Ich finde die Idee von Hannes Wittmer aka Spaceman Spiff eigentlich sehr charmant, sich aus allen kommerziellen Vertriebswegen rauszuziehen und alles (digitale) auf der Homepage gegen Spende zu verschenken. Es ist gut möglich, dass ich das „Würzburger Modell“ aufgreifen werde 🙂 aber das wird ein bisschen dauern.

Im Kleinen allerdings will ich schon damit anfangen, den ich finde die Idee mit Pay-what-you-want wirklich sehr nett. Für den Anfang mache ich das erstmal nur für das kleine Textbuch, dass es ja nirgendwo gibt außer bei mir. In meiner neu eröffneten Geschenke-Seite ist alles genau beschrieben. Dort gibt es auch noch immer, immer wieder, die Noten zu „Ahoi“ zum kostenlosen Download.

Geschenke

Ansonsten lasse ich jetzt, wie ich das eigentlich immer nach einem Veröffentlichungs-Jahr mache, die Musik erst mal ruhen. Ich schreibe ja immer irgendwie Songs und Gedichte, und mit der Zeit wird sich da wieder etwas daraus entwickeln. Wie und wo, in welchem Umfang und wann ich wieder was veröffentliche steht in den Sternen 🙂 Nur daß ich mit der Musik nicht aufhören werde, das ist sicher.

In diesem Sinne wünsche ich euch erst mal eine gute Zeit und viel Freude mit dem, was ihr so macht. Vielen Dank für eure Unterstützung und die vielen netten Nachrichten, die ihr mir immer wieder schickt. Das ist immer das schönste Geschenk.

Alles Gute und auf bald

schönen Gruß

Wolfgang

Comment

One Reply to “November-Brief”

  1. Lieber Wolfgang,

    das „Würzburger Modell“ klingt höchst sympathisch und scheint mir auch zeitgemäß, da ich zumindest aus meiner Sicht behaupte, nicht zwingend einen physischen Tonträger vor mir liegen haben zu müssen. Wozu also die Ressourcenverschwendung, wenn etwas doch nur rumliegt und dabei noch nicht mal alles Geld beim Künstler landet, sondern er noch zusätzlich ein finanzielles Risiko eingehen muss? Ein CD-Kauf lediglich der Sache wegen erschließt sich mir nur sehr zögerlich.
    Die Spendenmöglichkeit ist hier viel besser, weil völlig zwanglos. Deshalb habe ich davon auch soeben Gebrauch gemacht. Und wenn ein Konzert ansteht, dann werde ich ebenso zur Stelle sein (Leipzig war übrigens toll!).

    Tja, im Grunde sind mit dieser Vorgehensweise doch schon beide Seiten glücklich. Was will man mehr?

    Naja, vielleicht noch Dir für deine wunderbare Musik zu danken und zu hoffen, dass es damit noch sehr lange weitergeht!

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