Blauwasser

Das Glück wohnt im Blauwasser
an seiner tiefsten Stelle
in einer Welle
hoch wie Häuser
in der Tiefseele
die will dich fliegen sehen
wie ein himmlisches Kind
wie einen Schuss
ein Stein
ein Wurfstern
ein betrunkener Schmetterling
ein Glasgefäß das das Licht fängt
auf seinem Parabel-Flug
unzerbrechlich
bis es aufschlägt
Pass auf dich auf wenn du gehst
und rede nicht mit Maschinen

Der Himmel ist ein Bild
das jeden Tag übermalt wird
mit Farben
die es nur in mir gibt
Schrottsammler war mein Job
und Fantastik
der Rest lagert sich in mir ab
wie Nano-Plastik
Das Leben ist ein D-Zug
der sich um den Finger wickelt
mit einer Geschwindigkeit
das einem schwindlig wird
in immer enger werdenden Kreisen
segelst du das Blauwasser
mit einer Hand
in der anderen das Mobile
und es treibt dich über den Rand
oh ja das will dich fliegen sehen
wie splitterndes Glas
selbst wenn es aus ist
es findet die Lücken
es kriecht in dich rein
es flüstert:
„Lass mich deine Startbahn sein,
scheiß auf das Blauwasser“
Dein Herz kentert durch
ein Schwarm zieht dich runter
weg vom Kunstlicht
in letzter Sekunde
atmest du durch
Pass auf dich auf wenn du gehst
Pass auf dich auf wenn du gehst
Pass auf dich auf
und rede nicht mit Maschinen

Den Wäldern wachsen Ohren
und den Ohren Augen
die sind unfreundlich und gierig
aber predigen Vertrauen
und den guten Glauben
dass wirklich alles seinen Preis
und einen guten Grund hat
sich zu verkaufen
Drüben im Blauwasser
schwimmt ein Fisch
ganz alleine
mit Flossen aus Plastik
wie die Kopie
einer Kopie
einer Kopie
der Erinnerung
an die richtige Richtung
der Wind macht einen Vorschlag
wie ein heiliger Mann
taubstumm und blind
ohne Volk und Gefolgschaft
ich bleibe treu
schöpfe aus dem Vollen die Hoffnung
auf bessere Tage
bleibe bei meiner Antwort
ungeachtet der Frage

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